Beißzeiten in Norwegen
Geschrieben von Knurri am 24. April 2011 | Abgelegt unter
Es gibt wohl so viele Meinungen zu den Beißzeiten in Norwegen wie Angler die nach Norwegen fahren. Trotzdem sehen wir immer wieder Angler die in unseren Augen wirklich Alles falsch machen … und auch wir halten uns nicht immer an unsere eigenen Tipps und ärgern uns dann über unperfekte Angeltage.
Der Rede genug: Erste und wichtigste Grundregel schau nach den Gezeiten!! Am Besten beißt es nun mal, wenn das Wasser richtig in Bewegung ist … wir starten unseren Angeltag gern mit dem Beginn der Flut, wenn also das Wasser am tiefsten steht. Dann hat man genug Zeit richtig viel auszuprobieren und wenn dann das Wasser ganz oben ist und Wind und Strom still stehen ist vielleicht die Zeit für den Heilbutt gekommen, dem nachgesagt wird, dass er gerade in dieser Zeit häufig unterwegs ist. Wenn ihr die Möglichkeit habt in der Nacht zu fischen – z.B. zu Mittsommer – nehmt die Nachtflut mit!! Ich persönlich habe schon oft zwischen 02:00 und 06:00 Uhr morgens – in diesem ganz speziellen Mittsommerlicht – Sternstunden des Angelns erlebt.
Ansonsten gilt eigentlich immer: Die beste Zeit ist etwa zwei Stunden vor und nach dem Wasserhochstand. Nutzt die Zeit in dem das Wasser still steht um an Stellen zu fischen, wo ihr sonst aufgrund von Drift und Strömung nicht hinkommt – also bspw. mit Naturködern in Tiefen ab 100 Metern – hinter Schwellkanten im Fjord (Fließrichtung des Wassers beachten) – oder in Kanten, Abruchhalden, oder in Rinnen über die ihr sonst unkontrollierbar hinwegrauscht und nur Köderverluste habt. Grade wenn das Wasser steht hat es sich bewährt die Pilker mit Fischfetzen zu garnieren oder ganz auf Naturköder umzusteigen.
Also: Fahrt raus, wenn das Wasser weg ist und bleibt so lange, bis es wieder (so gut wie) weg ist …
Wenn ihr eure Tour ganz genau planen könnt, schaut gleich bei der Planung auch auf den Mondkalender. Zu jedem Voll- und Neumond gibt es die sogenannte Springtide oder Springflut. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich Sonne und Mond in einer Linie mit der Erde; ihre Anziehungskräfte ergänzen sich und der Unterschied zwischen Niedrig- und Hochwasser ist am Größten … damit strömt dann mehr Wasser durch die Straumen, Fjorde und Buchten … mehr Wasser = mehr Strömung = mehr Nahrung = verrückte Fische im Fressflash














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