Reker in Brønnøysund und Kultur am Torghatten
Geschrieben von Christian am 16. Oktober 2009 | Abgelegt unter Velfjord, Velfjord-News
Heute haben wir uns aufgeteilt. Drei von uns sind heute noch einmal raus gefahren und haben versucht, dem Fjord den ein oder anderen Dorsch “abzuluchsen” … leider war es aufgrund des Windes nicht möglich nach vorn zu fahren und an den wirklich windgeschützten Stellen im Fjord war nix los. Zwei meiner Gäste und ich haben uns dann zum kleinen Hafenstädtchen Brønnøysund aufgemacht. Die Freude war groß als wir schon bei der Ankunft den Fischer mit frischen Rekern – also Garnelen bzw. Shrimps – im Hafen stehen sahen. Es gibt wirklich kaum etwas delikateres als wirklich frische Garnelen direkt vom Kutter!! Und natürlich wurden auch gleich einige Tüten voll mit dieser frischen Köstlichkeit eingekauft. Danach noch ein kleiner Stadtbummel und weiter ging es zum “Torghatten”.
Dieser “Felsen mit Loch” ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Gegend. Geologisch ist er interessant, da ziemlich einmalig auf der Welt. Das Loch wurde wahrscheinlich vom Wasser ausgespült, bevor sich der Fels, nachdem ein darauf liegender Gletscher abgetaut war, langsam aus dem Meer erhob. Wichtiger für die geschichtenverliebten Norweger ist aber die Sage die sich um den Berg rankt:
“Der ungehorsame Sohn des Königs Vågekallen, Hestmannen, lebte in Svolvær. Auf der anderen Seite des Vestfjordes lebte der mächtige König Sulitjelmakongen, der sieben Töchter hatte, die eine wilder als die andere war. Deshalb schickte Sulitjelmakongen seine Töchter zur ehrbaren Jungfrau Lekamøya. Eines schönen Abends schaute Hestmannen über den Vestfjord und sah Lekamøya ein Bad im Fjord von Landego nehmen und sich die Haare kämmen. Sofort begehrte Hestmannen sie. In voller Rüstung preschte er mit seinem Pferd über den Vestfjord. Lekamøya und die sieben Schwestern begaben sich auf eine wilde Flucht. Die sieben Schwestern konnten sich schon vorstellen, den Hestmannen zum Gatten zu nehmen und hockten sich bei Alstahaug nebeneinander hin. Doch Hestmannen würdigte sie keines Blickes, da er nur Augen für Lekamøya hatte. Als diese jedoch immer mehr Vorsprung gewann, nahm er seinen Bogen und schoss einen Pfeil auf sie ab. Dies beobachtete jedoch der König der Sømnaberge und warf seinen Hut in Bahn des Pfeils. Der Hut blieb auf der Insel Torgar durchschossen liegen. Über die wilde Jagd vergaßen alle wie kurz die Sommernächte im Norden sind und schon ging die Sonne auf und alle versteinerten, wo sie gerade saßen oder standen. Der Hut als Torghatten, die sieben Schwestern bei Sandnessjøen und Lekamøya auf der Insel Leka, wo sie Schutz gesucht hat.” Quelle: Wikipedia
Kurz und gut … nach einem für mich nicht enden wollenden Aufstieg auf einem ziemlich abenteuerlichen Weg, wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt die alle Strapazen wert war.
Nach der Rückkehr in unsrer Unterkunft ging es dann an das große Rekeressen. Lecker!!
Jetzt werden langsam die Sachen gepackt und wir bereiten uns – ganz gemütlich – auf die morgige Heimreise vor. Für Alle steht fest, es war eine gelungene Angelreise, auch wenn die Fische und das Wetter nicht so mitgespielt haben wie wir uns das gewünscht hatten. Aber so ist der Spätherbst in Norwegen.
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3 Kommentare »















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am 16. Oktober 2009 um 22:31 1.Dirk Eisermann schrieb …
Wunderschöne Bilder!!!
Und auch wenn ich die Bilder der letzten Tage so sehe, frage ich mich: Was hattet ihr vom “Mitspielen” der Fische denn erwartet, waren doch durchaus schöne Granaten dabei! Petri und eine gute Heimreise!
am 16. Oktober 2009 um 22:38 2.Christian schrieb …
Hi Dirk, du weißt doch, dass Knurri erst zufrieden ist, wenn bei jedem Gast wieder ein neuer Rekord aufgestellt wurde, die Arme schmerzen, mindestens eine Rolle den Anstrengungen nicht gewachsen war und den Geist aufgegeben hat und er jeden Tag zwölf Stunden auf dem Wasser war …
Alle haben ihren Fisch gefangen und ein paar Granaten – wie du schon sagst – für die man in Südnorge lange Angeln muß – waren auch wieder dabei … dass der Winter so heftig und so früh dreinschlägt dieses Jahr kann niemand ahnen. Zusammen mit dem langen Winter im Frühjahr – schau dir die Bilder von Ende März an – war es ein kurzes Angeljahr. Aber dies macht Hoffnung, dass der Winter in 2010 nicht ganz so arg lange dauert …
Bis dann,
Christian
am 2. November 2009 um 14:37 3.ramona schrieb …
Wow…Wie schön!Alle Bilder sind phantastisch!Gefällt mir sehr!Toller Beitrag!Wünsche viel Spaß bei dem nächsten Urlaub! Grüße ,Ramona