Der Pollack

Geschrieben von am 12. April 2009 | Abgelegt unter

Der Pollack – Pollachius pollachius – Lyr

Der Pollack (Pollachius pollachius) besitzt ein echtes Kämpferherz, auch mittelgroße Exemplare liefern am leichten Gerät einen tollen Kampf bis zur letzten Sekunde. Er ist ein Fisch aus der Familie der Dorsche. Der Name Pollack ist nicht eindeutig, mitunter wird auch der Alaska-Seelachs so genannt. Im englischsprachigen Raum werden zudem sowohl der Pollack wie auch der im Handel unter dem Namen Seelachs verkaufte Köhler (Pollachius virens) als „pollack“ oder „pollock“ bezeichnet. In Norwegen heißt der Pollack Lyr.

Vom Köhler oder Seelachs lässt er sich gut durch seine über der Brustflosse nach oben geschwungene Seitenlinie zu unterscheiden.  Der Rücken des Pollack ist schwarz, braun oder oliv gefärbt, der Bauch zeigt eine silbriggraue Färbung. In Regel erreicht der Pollack eine Gesamtlänge von etwa 75 Zentimeter, gelegentlich ist aber auch eine Größe über einem Meter möglich. Laut Fishbase war der längste gemeldete Pollack 130 cm lang, der schwerste gemeldete Fisch 18.1 kg schwer. Der  norwegische Rekord liegt laut verschiedenen Webseiten bei 12,8kg.

Fangmethoden für Pollack

Spinnfischen

Wir suchen uns für den Fang von Pollacks steil abfallende Ufer –  am Besten steil ins tiefe Wasser abfallende Wände. Hier am Velfjord können dirket an den Wänden gute Exemplare mit leichtem Spinngerät gefangen werden.

Wir nutzen dazu leichte Spinnruten mit Wurfgewichten bis max. 50-70gr.  An einem mindestens 1,5-2 Meter langen monofilen Vorfach, dass auch als Puffer für die rasanten, harten Attacken dient, führen wir einen Jigkopf von bis zu 30gr bestückt mit einem Twister, direkt an den Felskanten entlang.

Dazu wird die Felswand oder das Ufer direkt angeworfen, der Twister dann langsam eingekurbelt, so dass er noch leicht absinken kann aber immer Kontakt zum Köder bestehen bleibt. Oft steigen die Fische schon in den ersten Metern nach der Felswand ein … die Bisse kommen hammerhart und man sollte die Bremse so eingestellt haben, dass der Fisch sofort Schnur nehmen kann.

Schleppen

Dafür werden von uns mittelgroße Wobbler relativ langsam an den Steilwänden entlanggeschleppt. Wir fahren dabei so langsam wie es geht. Meist führen wir die Wobler von Hand und nach einem Biss wird sofort per Spinnfischen versucht weitere Exemplare zu überzeugen.

Pilken

Recht große Exemplare lassen sich am Ausgang des Velfjord, schon im Atlantik überlisten. Über Tangwiesen und zwischen kleinen Inselchen und Schären in denen es im Sommer von Futterfisch nur so wimmelt,  fangen wir Pollack mit Längen von mehr als einem Meter in Wassertiefen von 40-50 Metern. Dabei nutzen wir relativ leichte Pilker (so leicht wie möglich) die recht aggressiv und abwechslungsreich geführt werden – dabei sollten Sprint und auch Ruhephasen des Pilkers dabei sein. Ost kommen die  Bisse dann in den Stoppphasen des Pilkers.

Auch hier sollte die Bremse so weich eingestellt sein, dass der Fisch sofort Schnur nehmen kann und nicht ausschlitzt …

Monofil oder Multifil?

Es gibt einen Streit unter den Anglern, ob auf Pollackoder Seelachs besser mit monofiler oder multifiler Schnur gefischt wird. Fest steht, die Fluchten beider Fische sind rasant und hart. Fischt man zu hart schlitzen die Fische sofort aus. Aus diesem Grund schwören viele auf monofile Schnüre die genügend Dehnung haben um die harten Schläge der Fische abzufedern. Allerdings wird die Köderkontrolle schon bei 30-40 Metern Schnur immer schwieriger, man hat einfach kein Gefühl mehr was der Köder macht und welche Aktionen wirklich bis zum Köder durchkommen. Versuche an Land haben gezeigt, dass man einen Köder ohne Probleme in der Hand behalten kann wenn mit ca. 50 Metern monofiler Schnur ein Anhieb erfolgt – die Kraft kommt kaum an.

Wir fischen aus diesem Grund mit mulitfilen, geflochtenen Schnüren die kaum Dehnung haben. Mit diesen Schnüren ist sowohl eine anständige Köderkontrolle wie auch ein durchdringende Anhieb möglich. Der Gefahr einen Fisch zu verlieren begegnen wir mit zwei Mitteln: 1. weich eingestellte Bremse die sofort Schnur freigibt und 2. einem monofilen Vorfach von ca. 1,5-2 Metern Länge, dass die härtesten Schläge durch seine Dehnung abfängt.

Bilder vom Pollack

Pollack vom April 2009

Zwei Pollack

Zwei Pollack / Juni 2008

Pollack

Einer von Knurris vielen Pollack auf dem Jahr 2008

Weitere Bilder finden sich in unserer Fotogalerie.

Angelvideos Pollack


Weitere Videos findet ihr in unserem Youtube-Channel.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pollack
http://www.fishbase.org/Summary/SpeciesSummary.php?genusname=Pollachius&speciesname=pollachius

Angelguiding Pollack

Wer Lust hat gezielt auf Pollack zu fischen findet dazu am Velfjord sehr gute Bedingungen. Fast das ganze Jahr über lassen sich, auch kapitale, Fische finden und fangen. Bei unseren Busreisen nach Norwegen an denen Sie als Gruppe aber immer auch als Einzelreisender teilnehmen können, besteht fast immer die Möglichkeit gezielt auf Pollack zu fischen. Auch wenn Sie selbst anreisen wollen, stehen wir Ihnen gern mit Tipps, Tricks und auch einigen Hotspots zur Verfügung – sprechen Sie uns einfach darauf an!

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